Social Media – Fluch oder Segen einer vernetzten Welt?

© F. Pfluegl/Fotolia.com

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Das Internet ist für alle und jeden rund um die Uhr zugänglich und wird als dauerpräsenter Begleiter wird zu einem Fundus an Informationen, professioneller und persönlicher Art. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um eigene Webseiten, Karriereportale, Blogs oder Soziale Netzwerke handelt.

Informationen werden zum öffentlichen Gut. Die Möglichkeit sich zu vernetzen, Kontakte zu knüpfen und die eigene Person zu inszenieren, birgt immer auch die Gefahr, schnell den Überblick darüber zu verlieren, was denn das Netz tatsächlich über einen weiß. Daher sollte sich jeder die Reichweite des Mediums bewusst machen, denn Spuren im Netz können ein ganzes Leben lang nachverfolgt werden.
Zukünftige Führungskräfte, also vor allem Berufsneulinge und Jobkandidaten, unterschätzen oftmals diese Informationsmöglichkeiten, kümmern sich viel zu selten um ihr Webprofil und gehen allzu sorglos mit ihren privaten Daten um. Nicht alle Details des Privatlebens gehören in die Öffentlichkeit des Internets.

Auch mit der Selbstdarstellung und Kommentierung des eigenen Lebens sollte man vorsichtig sein, denn heutzutage ist es allgemeine Praxis, dass Personaler im Netz nach Information möglicher Jobkandidaten suchen. Wie wenig Mühe macht es schnell vor einem Bewerbungsgespräch nachzuschauen, was das Internet über den Kandidaten so hergibt. Private Partybilder, allzu entblößende Blogkommentare oder peinliche Selbstdarstellungen sind für jeden und besonders für größere Unternehmen leicht zu recherchieren.

Will man im Netz nicht unvorteilhaft dastehen, sondern vielmehr das eigene Profil schärfen, muss man handeln:

Es gilt schlicht, die für die Karriere wirklich wichtigen Fakten und Erfahrungen zu präsentieren, um damit ein positives, stimmiges und kohärentes Bild abzugeben. Denn immer noch ist die beste Vermarktungsstrategie für die eigene Person ihr guter Ruf, besonders wenn diese Informationen für jeden zugänglich sind.

Claudia Bender 23.5.2010

Wie Sie in Vorstellungsrunden erfolgreicher sind – Elevator Pitch

Im Rahmen eines Kompetenzen-Audits bei einem Klienten wurde ich mit der Situation konfrontiert, dass das Sales Team des Unternehmens nicht hinreichend in der Lage war, das eigene Unternehmen professionell zu beschreiben.

Vielleicht kennen Sie ja die vergleichbare Situation aus Ihrem privaten Umfeld. Sie werden von einer Ihnen noch unbekannten Person gefragt, womit Sie sich beruflich beschäftigen.

Die meisten Menschen müssen auf diese Fragen eher unbefriedigende Antworten geben. In aller Regel fällt es besonders schwer, über sich selbst eine begeisternde, für jeden verständliche und auch erinnerungsfähige Vorstellung abzuliefern.

elevator pitch

Für Verkäufer, FundRaiser, Wahlkämpfer und andere Profis im Elevator Pitch ganz bestimmt ein Ausschlusskriterium.

Aber auch für Führungskräfte in Bewerbungssituationen kann eine holprige, unverständliche oder auch ohne Leidenschaft vorgetragene Selbst-Präsentation zum K.O.-Event im Rekrutierungsprozess werden.

Ein chinesisches Sprichwort besagt:

Es dauert 7 Sekunden, den ersten Eindruck zu erzeugen und 7 Jahre diesen zu korrigieren.

In Gesprächen mit Kandidaten für Führungspositionen konnte ich gute, aber leider auch eine Vielzahl verunglückter Selbstdarstellungen erleben. Es gibt aber keine Chance für ein zweites Mal!

Ihr erster Eindruck, also die Kurzvorstellung zur Person oder auch eine präzise, begeisternde und nachhaltige Beantwortung von Fragen zu Werdegang, Zielen und Erfolgen müssen sitzen!

Gerade wenn es um die Erläuterung Ihrer ganz persönlichen Spuren und Erfolge geht, sollten Sie exzellent vorbereitet sein.

Erfahrene Interviewer auf der anderen Seite erkennen sofort, wenn Sie unsicher werden. Und nichts ist schlimmer, als wenn in den aus Ihrer Sicht ganz besonders wichtigen Phasen des Gespräches bei den Personalentscheidern Irritationen entstehen oder gar Langeweile auftritt.

Das oben erwähnte Sales Team wird jetzt in Workshops an diesem wichtigen Element der Präsentation arbeiten…

Detlev Weise 4.11.2009

Übrigens: ein Video zum Elevator Pitch-Thema -- wenn auch etwas plakativer Art -- findet sich hier:

Sagen Sie es einfach

„Es ist ein Beweis der Bildung, die größten Dinge auf die einfachste Art zu sagen.“ Leichter gesagt als getan, wenn man ehrlich zu sich selber ist. Der amerikanische Dichter und Philosoph Ralph Waldo Emerson (1803-82) wusste, wovon er sprach.

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Um in den derzeit schwierigen Zeiten positiv aufzufallen, ist es unverzichtbar, sich und die eigenen Konzepte überzeugend darzustellen und so aus der Masse der Angebote hervorzustechen.

Allerdings scheitern viele an der – von Emerson so einfach beschriebenen – Übersetzung von Ideen oder Wissen in eine überzeugende Präsentationsform:

widersprechen der natürlichen Souveränität, die von Führungskräften verlangt und vorausgesetzt wird.

Stellen Sie sich vor:

Sie stehen vor Ihren Kollegen, vor Ihren Mitarbeitern oder auch “nur” der Verwandtschaft und finden nicht die richtigen Worte. Es fällt Ihnen schwer, Ihre Kenntnisse auf ein verständliches und überzeugendes Niveau herunter zu brechen. Sie scheitern an der Vermittlung, an Ihrem eigenen Auftritt. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Vielen jagt der Gedanke vor Menschen zu sprechen Angst ein, das Lampenfieber steigt und dem Auftritt fehlt die nötige Leichtigkeit.

An dieser Stelle hilft nur üben, üben, üben.

Warum sich nicht vor dem nächsten Auftritt selbst unterhalten? Die Rede vor dem Spiegel üben, den Text laut einem Diktiergerät vortragen. Wir sind nicht hilflos unserer eigenen Stimme, der Atmung oder unserer Körpersprache ausgesetzt, sondern können alles steuern und beeinflussen. Wenn man sich selber sieht oder zuhört, merken nicht nur die anderen die Fehler.

Arbeiten Sie an sich und mit sich!

Mit einer gut durchdachten Struktur des Vortrags und einer gezielte Vorbereitung können Sie dem lästigen Lampenfieber die Stirn bieten. Denn ein überzeugender Auftritt führt zum Erfolg. Auch aus Krisensituationen kann man mit einem sympathischen und natürlichen Auftritt als Sieger hervortreten.

Es ist einfach, jede Form des öffentlichen Auftritts zu optimieren ohne gleich zur “Rampensau” zu werden.

Claudia Bender 15.10.2009

Lesenswert: Executive Job Seekers’ Biggest Mistakes

Forbes  5.10.2009 Link

Nutzen Sie die Zeit – Weiterbildung einmal anders…

16 Stunden Tage, sechs wenn nicht gar sieben Tage die Woche hinter dem Schreibtisch, im Flugzeug, in Meetings…

Der Arbeitsalltag in den Chefetagen lässt kaum Zeit, sich einem der wichtigsten Themen für die eigene Karriere, die eigene Zukunft zu widmen: der Weiterbildung.

Weiterbildung? Das ist doch was für die anderen. Für die, die den Anschluss verloren haben.

Unsinn. Weiterbildung kann das I-Tüpfelchen für Ihre nächste Position sein. Sie können mit den richtigen Maßnahmen Ihre eigene Qualität verbessern, das notwendige Alleinstellungsmerkmal kreieren, Kompetenzen erwerben, die nicht jeder hat.

Nutzen Sie also die Zeit und investieren Sie! In sich selbst, auch wenn es Geld kostet. Bilden Sie sich weiter, um nicht auf der Stelle stehen zu bleiben.

Ein Beispiel: Entscheidend für das Ansehen eines Unternehmens ist der öffentliche Auftritt seiner Führungskräfte. Wer etwas zu sagen hat, braucht Kamerakompetenz.

Ein professioneller und überzeugender Auftritt seiner Führungskräfte im Fernsehen ist die günstigste (um nicht zu sagen billigste) Werbung, die ein Unternehmen oder eine Marke haben kann. Wenn Sie Ihrem Unternehmen ein Gesicht geben können und nicht vor Mikrofonen und Kameras zurückschrecken, ist das nicht nur in Krisenzeiten ein Qualitätsmerkmal, das Sie von etlichen anderen Kollegen – und Konkurrenten – unterscheidet.

Weiterbildung heißt also nicht nur, mit 30 anderen Leuten erneut die Schulbank zu drücken; heißt wahrlich nicht, auf einmal in einer Maßnahme zu stecken, sondern kann heißen, exklusiv und kreativ die eigene Zeit zu nutzen.

Claudia Bender 5.10.2009